Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka

Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka , geb. am 15.4.1915, er­mor­det in Ausch­witz nach dem 13. Fe­bru­ar 1943.

Das ist die Ge­schich­te ei­ner Zwangs­ar­bei­te­rin in Deutsch­land, die früh von ih­rer Fa­mi­lie ge­trennt, nach Deutsch­land ver­schleppt und hier wie­der­holt miß­han­delt und ge­de­mü­tigt wur­de. In­fol­ge ei­ner Pro­vo­ka­ti­on lässt sich Na­ta­lia zu ei­ner Re­ak­ti­on mit Ver­let­zungs­fol­ge hin­reis­sen und lan­det im Ge­fäng­nis. Zu 4 Jah­ren ver­schärf­tem Straf­la­ger ver­ur­teilt, wird sie nach Ausch­witz de­por­tiert und dort er­mor­det. Ihr Kind ver­liert sie 12 Tage nach der Ge­burt.
Die er­zähl­te Ge­schich­te er­hebt kei­nen An­spruch auf Voll­stän­dig­keit, im Ge­gen­teil. Die Ge­schich­te ist in­fol­ge von Kriegs­ver­lus­ten in den Ar­chi­ven und in Er­man­ge­lung münd­li­cher Über­lie­fe­rung lü­cken­haft. Kennt­nis­se über das Op­fer ha­ben wir fast aus­schließ­lich aus der Per­spek­ti­ve der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Pei­ni­ger, die Na­ta­li­as Le­bens­per­spek­ti­ve ab der Ok­ku­pa­ti­on Po­lens er­schwe­ren, ihre Le­bens­be­rech­ti­gung von der Fra­ge der Ar­beits­fä­hig­keit ab­hän­gig ma­chen, schwe­re Ein­grif­fe in ih­ren per­sön­lichs­ten Be­reich vor­neh­men, schließ­lich ihre phy­si­sche Exis­tenz ver­nich­ten. Wir ha­ben kei­ne Kennt­nis­se über ihre Zie­le, Vor­lie­ben und Sehn­süch­te, ihre Emp­fin­dun­gen und Ängs­te. Die Kurz­vi­ta soll die Er­in­ne­rung an das Op­fer des na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ter­rors wach­hal­ten.
Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka wird am 15. April in Os­mo­lin, dem süd­öst­li­chen Stadt­teil von Zd­unis­ka Wola, im Land­kreis Si­eradz ge­bo­ren. Die Stadt be­fin­det sich süd­west­lich von War­schau und Lodz. Nach dem Über­fall auf Po­len wur­de die Stadt von der deut­schen Wehr­macht be­setzt und am 8. Ok­to­ber völ­ker­rechts­wid­rig in das Deut­sche Reich ein­ge­glie­dert. Der Warthe­gau soll­te auf Dau­er ins „Reich“ ein­ge­glie­dert, „ent­po­lo­ni­siert“ und „ein­ge­deutscht“ wer­den.

Zie­le der NS-Po­li­tik im Warthe­gau

Gau­lei­ter Ar­thur Grei­ser plan­te, den Warthe­gau zu ei­nem na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Mus­ter­gau, zum Ex­pe­ri­men­tier­feld prak­ti­scher Po­li­tik und zum Vor­bild für künf­ti­ge Ok­ku­pa­tio­nen zu mo­del­lie­ren.
In­ner­halb von zehn Jah­ren soll­te die pol­ni­sche Be­völ­ke­rung ver­trie­ben und die noch be­nö­tig­te pol­ni­sche Be­völ­ke­rung auf ein nied­ri­ges kul­tu­rel­les Ni­veau zu­rück­ge­drängt wer­den, z.B. durch dras­ti­sche Be­schrän­kung des Schul­be­suchs. Gleich­zei­tig fand ein Mas­sen­mord an der pol­ni­schen Füh­rungs­schicht (In­tel­li­genz­ak­ti­on) statt6, un­er­wünsch­te Per­so­nen­grup­pen wur­den vom 1. bis 17. De­zem­ber 1939 ins Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment um­ge­sie­delt, wo­von 87.000 Men­schen be­trof­fen wa­ren (bis Kriegs­en­de dann 600.000 Men­schen). Die Bau­ern wur­den ent­eig­net und von ih­rem Haus und Hof ver­trie­ben. Noch im Ok­to­ber be­gan­nen die mas­sen­haf­ten De­por­ta­tio­nen pol­ni­scher Arbeiter/innen zur Zwangs­ar­beit nach Deutschland7. Die rück­sichts­lo­se „Germanisierung“8 fand u.a. ih­ren Nie­der­schlag in der Ver­drän­gung der pol­ni­schen Spra­che und der Er­set­zung der pol­ni­schen Orts­na­men durch deut­sche.

Mus­ter für spä­te­re Ok­ku­pa­tio­nen

Die Dis­kri­mi­nie­rung und Ver­nich­tung der Ju­den – Kenn­zeich­nung, Ghet­toi­sie­rung, Trans­port in die Ver­nich­tungs­la­ger – wur­den erst hier prak­ti­ziert und spä­ter auf das Reich und die be­setz­ten Län­der über­tra­gen; das ers­te La­ger für die in­dus­tria­li­sier­te Mas­sen­ver­nich­tung von Ju­den so­wie der Sin­ti und Roma wur­de im De­zem­ber 1941 in Kulm­hof (Chelm­no nad Ne­rem) /Warthegau in Be­trieb ge­nom­men und noch vor dem An­lau­fen der Ak­ti­on T‑4 im Deut­schen Reich wur­den im Warthe­gau und in Dan­zig-West­preu­ßen be­ein­träch­tig­te und kran­ke Men­schen in Kran­ken­häu­sern oder An­stal­ten er­mor­det.

El­tern­haus

Als Na­ta­lie 2 Jah­re war, ver­stirbt ihre leib­li­che Mut­ter Ce­cy­lia, geb. Bo­gucki an Ty­phus. Ihre Stief­mut­ter Ma­ria Kliszc­zyns­ka baut we­der zu ih­rem Ehe­mann Mar­cin noch den Kin­dern ein emo­tio­na­les Ver­hält­nis auf. Von den 6 Ge­schwis­tern ver­ster­ben nach Aus­sa­ge von Na­ta­lia alle im Kin­des­al­ter. Sie geht bis zu ih­rem 18. Le­bens­jahr in die Volks- und wei­ter­füh­ren­de Schu­le, ist aber nach ei­ge­ner Aus­sa­ge kei­ne gute Schü­le­rin. Schließ­lich ar­bei­tet sie in der Land­wirt­schaft. Bis zum 23. Le­bens­jahr wohnt sie bei den El­tern. Nach ih­rem Aus­zug von zu­hau­se bricht Na­ta­lie den Kon­takt zum El­tern­haus ab. Selbst nach 3 Jah­ren Zwangs­ar­beit in Deutsch­land kommt es zu kei­ner­lei Brief­kon­takt. Ob ihr 1888 ge­bo­re­ner Va­ter Marein noch lebe, kann sie 1942 nicht sa­gen, ver­ein­zelt gibt sie an, die El­tern sei­en ge­stor­ben.

Als Zwangs­ar­bei­te­rin nach Deutsch­land

Im Herbst 1939 hat­ten die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten im neu ge­schaf­fe­nen Warthe­gau mit der sys­te­ma­ti­schen Ver­trei­bung und De­por­ta­tio­nen von Zehn­tau­sen­den pol­ni­schen und jü­di­schen Bür­gern be­gon­nen, um Platz für die An­sied­lung von Volks­deut­schen zu schaf­fen. Die­se Ak­tio­nen wa­ren Teil der ge­walt­sa­men „eth­ni­schen Neu­ord­nung“ der an­nek­tier­ten pol­ni­schen Ge­bie­te. In die­sem Zu­sam­men­hang wur­den gleich­zei­tig Hun­dert­tau­sen­de von Men­schen ge­walt­sam aus dem an­fangs als „Reichs­gau Po­sen“ und spä­ter „Wart­hel­and“ be­zeich­ne­ten be­setz­ten pol­ni­schen Ge­biet zur Zwangs­ar­beit nach Deutsch­land ver­schleppt. Die­se De­por­ta­tio­nen er­folg­ten durch sys­te­ma­ti­sche Er­fas­sung, Raz­zi­en und den Ein­satz von Ar­beits­äm­tern, um die deut­sche Kriegs­wirt­schaft mit Ar­beits­kräf­ten zu ver­sor­gen. In Sam­mel­la­gern wur­den Be­trof­fe­ne zu­sam­men­ge­pfercht und in Gü­ter­zü­gen ins Deut­sche Reich ver­schleppt und dort an Be­trie­be, die Rüs­tungs­in­dus­trie oder in die Land­wirt­schaft zu­ge­wie­sen.
Si­gni­fi­kant war die Wei­sung Her­mann Gö­rings vom 16. No­vem­ber 1939: „Die Her­ein­nah­me zi­vi­ler pol­ni­scher Ar­beits­kräf­te, ins­be­son­de­re der pol­ni­schen Mäd­chen, ist im größ­ten Aus­maß zu be­trei­ben. Ihr Ein­satz und ihre Ent­loh­nung müs­sen zu Be­din­gun­gen er­fol­gen, die den deut­schen Be­trie­ben leis­tungs­fä­hi­ge Ar­beits­kräf­te bil­ligst zur Ver­fü­gung stel­len.“

De­por­ta­ti­on von Na­ta­lie Kliszc­zyns­ka nach Deutsch­land

Na­ta­lie kommt am 1. De­zem­ber 1939 als Land­ar­bei­te­rin nach Deutsch­land. Zu­erst wird sie ei­nem Bau­ern in Mühl­dorf zu­ge­wie­sen, ab 24. April 1940 ar­bei­tet sie dann 26 Mo­na­te lang auf dem Pfarr­gut Burg­kir­chen am Wald, Land­kreis Altötting17. Dort er­hält sie ei­nen wö­chent­li­chen Lohn von 5 RM zu­züg­lich „freie Kost und Ver­pfle­gung“.
Seit Be­ginn ih­rer Schwan­ger­schaft im März 1942 hat sie zu­neh­mend mit ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­men zu kämp­fen. Sie hat Ma­gen­pro­ble­me, häu­fi­ge Kopf­schmer­zen und Pro­ble­me mit ih­rem Kreuz bei der har­ten Ar­beit und kann nichts mehr tra­gen. Vom Ar­beit­ge­ber wird die­ser Sach­ver­halt igno­riert. Die Span­nun­gen mit dem Ar­beit­ge­ber sind buch­stäb­lich mit der Hand zu grei­fen.

Ge­walt­sa­me Aus­ein­an­der­set­zung mit der 21-jäh­ri­ge Magd The­re­se Weiß

Am Mitt­woch, den 10. Juni 1942 nach­mit­tags griff Na­ta­lie bei Heu­ar­bei­ten auf der Wie­se die eben­falls auf dem Pfarr­gut tä­ti­ge 21-jäh­ri­ge The­re­se Weiß nach ei­nem Wort­wech­sel tät­lich an und ver­letz­te sie. Ein höl­zer­ner Re­chen­zahn brach ab und bohr­te sich in den lin­ken Un­ter­arm von The­re­se Weiß. Die­se mel­de­te den Vor­fall dem Bau­meis­ter Jo­sef We­nig, der den Re­chen­zahn aus dem Un­ter­arm ent­fern­te. Er stell­te Na­ta­lie zur Rede und ver­ab­reich­te ihr nach ei­ge­nen Wor­ten eine Tracht Prü­gel, haupt­säch­lich auf ihr Hin­ter­teil. Den ab­ge­bro­che­nen Re­chen­zahn stell­te er als Be­weis­mit­tel si­cher und über­gab ihn der Gen­dar­me­rie in Tüss­ling.
Die Ver­let­zung scheint nicht all­zu ernst ge­we­sen zu sein, denn The­re­se Weiß be­gab sich erst am fol­gen­den Don­ners­tag, dem 11. Juni 1942 zum prak­ti­schen Arzt Dr. Dob­mei­er in Tüss­ling. Da­nach stell­te sie Straf­an­zei­ge ge­gen Na­tha­lie Kli­sc­zyns­ka.

Fest­nah­me und Un­ter­su­chungs­haft

We­gen Zu­wi­der­han­deln ge­gen die Po­len­straf­ver­ord­nung wur­de Na­ta­lie am 17. Juni fest­ge­nom­men und noch am glei­chen Tag um 12 Uhr ins Amts­ge­richts­ge­fäng­nis Alt­öt­ting ein­ge­lie­fert und er­ken­nungs­dienst­lich be­han­delt. Amts­rich­ter Dr. Drumm er­ließ am 7. Juli 42 Haft­be­fehl ge­gen Na­ta­lie Kliszc­zyns­ka und nahm so­dann eine Be­schul­dig­ten-Ver­neh­mung im Amts­ge­richt Alt­öt­ting vor. Aus der Per­spek­ti­ve von Na­ta­lie er­gab sich eine an­de­re Sicht­wei­se des Tat­her­gan­ges. Da­nach habe The­re­se Weiß in lau­tem Ton die Po­lin und die bei­den Ukrai­ne­rin­nen zu schnel­le­rem Ar­bei­ten auf­ge­for­dert. Die jun­ge Deut­sche schlug zu­erst ih­ren Re­chen auf Na­ta­lies rech­ten Ober­arm, so­dass sie Schmer­zen ver­spür­te. Im Af­fekt schlug Na­ta­lie eben­falls zu und traf da­bei ih­ren lin­ken Un­ter­arm, wo­bei be­sag­ter Re­chen­zahn ab­brach und im Arm The­re­ses ste­cken­blieb.

Zu­rück­nah­me der Straf­an­zei­ge

Te­le­fo­nisch zo­gen die Wirt­schaf­te­rin des Pfar­rers Her­mann Eibl, Ma­ria Krois und The­re­se Weiß den Straf­an­trag ge­gen Na­tha­lie am 7. Juli wie­der zu­rück. Bei­de be­ton­ten, sie hät­ten an ei­ner stren­gen Be­stra­fung der Zwangs­ar­bei­te­rin kein In­ter­es­se. Al­ler­dings sol­le Na­tha­lie das Pfarr­gut ver­las­sen, nach­dem sich her­aus­ge­stellt habe, dass sie schwan­ger sei. Die­ser An­sicht wur­de von Pfar­rer Hein­rich Eibl voll­stän­dig ge­teilt. Amts­ge­richts­rat Dr. Drumm reg­te dem­zu­fol­ge an, „mit der Ge­sta­po und dem Ar­beits­amt im Sin­ne in Ver­bin­dung zu tre­ten, ob nicht die Ab­schie­bung der Kli­sc­zyns­ka mit Rück­sicht auf die Schwan­ger­schaft ge­bo­ten“ er­schei­ne. Na­ta­lie sei im 3 Mo­nat schwan­ger, „das Straf­ver­fah­ren wür­de sich dann er­üb­ri­gen.“
Der Amts­ge­richts­rat Dr. Drumm war wie die bei­den Frau­en be­müht, eine De­es­ka­la­ti­on her­bei­zu­füh­ren, wohl ah­nend, wo­hin ein Pro­zess ge­gen Na­tha­lie füh­ren wür­de.

Vor­her­ge­he­ne De­mü­ti­gun­gen und Prü­gel­stra­fen ge­gen die Zwangs­ar­bei­te­rin

Öl ins Feu­er goß Pfar­rer Her­mann Eibl durch sei­ne Aus­sa­gen über die Po­lin. Am 17. Juni 42 hat­te er bei der Po­li­zei­sta­ti­on zu Pro­to­koll ge­ge­ben: „Sie ist eine ner­vö­se, aber auch eine böse und fau­le Frau­ens­per­son. Ihre Ein­stel­lung zum deut­schen Volks­tum ist eine ganz schlech­te. Sie ist zu al­len Schand­ta­ten be­reit und be­darf ei­ner be­son­de­ren Be­auf­sich­ti­gung“.
Das Son­der­ge­richt sah in der na­tio­na­lis­tisch ge­präg­ten Aus­sa­ge des Pfar­rers das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um zum Ein­schrei­ten und ord­ne­te an, den Pfar­rer Hein­rich Eibl noch­mals „über sei­ne Be­haup­tun­gen in der Aus­sa­ge vom 17.6. zu ver­neh­men, wo­nach die Kliszcyns­ka eine ganz schlech­te Ein­stel­lung zum deut­schen Volks­tum be­sit­ze und zu al­len Schand­ta­ten be­reit sei.“ Gen­dar­me­rie­wacht­meis­ter Ge­org Mau­rer be­rich­te­te über die Ver­neh­mung, Pfar­rer Eibl habe aus­ge­führt, dass Na­ta­lia von An­fang an nichts ar­bei­ten woll­te, sie habe sich häu­fig krank ge­stellt, sei oft ver­duf­tet und nicht auf­find­bar ge­we­sen. „Sie ging also nur dar­auf aus, mich zu schä­di­gen, z.B. die Ern­te nicht ein­zu­brin­gen. Of­fen­sicht­lich hat sie auch ge­stoh­len, was sie nur er­rei­chen konn­te. Es fehl­te al­ler­hand, wäh­rend ih­res Hier­seins, aber sie leug­ne­te je­weils und ge­se­hen hat man sie nicht, so­dass lie­ber nichts über­nom­men wur­de, ge­gen sie. Das Vieh hat sich di­rekt ge­fürch­tet vor ihr, wohl des­halb weil sie das­sel­be grund­los ge­schla­gen hat.“
So sei es im Som­mer 1941 zu ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung Na­ta­lies mit der Pfarr­haus­häl­te­rin Ma­ria Krois ge­kom­men. Als die jun­ge Frau zu spät zum Es­sen kam, be­straf­te sie Ma­ria Krois mit klei­ne­ren Por­tio­nen, wor­auf sie der Haus­häl­te­rin eine pat­zi­ge Ant­wort gab. Die Kö­chin schüt­te­te ihr dar­auf­hin Was­ser ins Ge­sicht, wor­auf Na­ta­lie emo­tio­nal re­agier­te und zu­schla­gen woll­te. Die Haus­häl­te­rin und eine wei­te­re Frau ver­prü­gel­ten Na­tha­lie, die zu Bo­den ging. Der Pfar­rer sei hin­zu­ge­kom­men und habe ihr „mit ei­nem Stock auf­ge­hol­fen“.
Gen­dar­me­rie­pos­ten Mau­rer zog das Fa­zit: „Eibl will nun wohl nicht mehr all­zu­viel über die Be­schul­dig­te wis­sen; das aus Furcht, er müs­se vor Ge­richt als Zeu­ge er­schei­nen. Die­se Furcht hat den gan­zen Pfarr­hof er­fasst .

Wie schon Eibl er­wähnt, hat sie sich von An­fang an, wenn es viel Ar­beit gab, als krank ins Bett ge­legt……. So war es ins­be­son­de­re wäh­rend der Heu­ern­te 1940. Nun wur­de ich ver­stän­digt. Ich habe sie dann aus dem Bet­te ge­holt und sie ent­spre­chend ge­mass­re­gelt und zwar schon so, dass sie sich eben nicht mehr um­sonst ins Bett ge­legt hat… Es kam zwar in der Fol­ge­zeit noch meh­re­re Male so­weit, dass ich sie ver­war­nen und be­leh­ren muss­te. Aber die­se Mass­re­ge­lung hat Früch­te ge­zeigt, bei der Be­schul­dig­ten aber Furcht er­regt. … Dass sie öf­ters ge­stoh­len hat, wird sei­ne Rich­tig­keit ha­ben. …. Aber Be­wei­se wa­ren im­mer nicht vor­han­den und die Be­schul­dig­te leug­ne­te. …. Es ist also schon so, dass die Be­schul­dig­te nichts taugt und eine Ge­mein­heit, wenn sie als Po­lin be­haup­tet, die Be­hand­lung und das Es­sen wäre schlecht im Pfarr­hof. Wie alle Po­len, so lügt auch die­se und ver­dreht al­les zu ih­ren Guns­ten. Hier wäre wohl Mit­leid am fal­schen Plat­ze an­ge­bracht.“ Alt­öt­ting, den 24. Juli 42, gez. Gen.Posten Mau­rer.
Alle Be­tei­lig­ten, an­ge­fan­gen vom Pfar­rer über die Haus­häl­te­rin, die Dienst­magd bis zum Gen­dar­me­rie­pos­ten prak­ti­zier­ten dem­nach die Prü­gel­stra­fe und hiel­ten ein ri­go­ro­ses Vor­ge­hen ge­gen die Zwangs­ar­bei­te­rin Na­ta­lie Klis­cyns­ka für le­gi­tim. Die un­ge­heu­er­li­che Pau­scha­li­tät des Ur­teils des Gen­dar­me­rie­pos­ten über pol­ni­sche Ei­gen­schaf­ten wur­de kom­men­tar­los hin­ge­nom­men.

Dro­hen­de Fehl­ge­burt

Der Ge­fäng­nis­arzt des Un­ter­su­chungs­ge­fäng­nis Alt­öt­ting wand­te sich am 5. Sep­tem­ber 42 an den Ge­fäng­nis­vor­stand. Der Ge­sund­heits­zu­stand der Kliszc­zyns­ka habe sich in letz­ter Zeit stark ver­schlech­tert, sie be­fin­de sich im 7. Mo­nat der Schwan­ger­schaft, eine Fehl­ge­burt sei zu er­war­ten. Nach Mög­lich­keit sei sie in eine An­stalt mit Ent­bin­dungs­mög­lich­keit zu über­füh­ren. Ober­re­gie­rungs­rat Dr. Koch griff das Schrei­ben auf und warn­te die Staats­an­walt­schaft Traun­stein: „Da Sta­del­heim für Ent­bin­dun­gen nicht ein­ge­rich­tet ist und die Ent­bin­dungs­an­stalt Aich­ach über­füllt ist, er­su­che ich um Haft­un­ter­bre­chung bzw. Aus­set­zung des Haft­be­fehls“.

Ge­richts­ur­teil ge­gen Na­ta­lie Kliszc­zyns­ka am 13. Ok­to­ber 1942

Trotz der ge­äu­ßer­ten Be­den­ken wur­de Na­ta­lie wur­de am 14. Sep­tem­ber nach Mün­chen-Sta­del­heim ver­bracht und vor dem Son­der­ge­richt 1 beim Land­ge­richt Mün­chen 1 an­ge­klagt. In der An­kla­ge­schrift be­schul­dig­te der Staats­an­walt die An­ge­klag­te, „ein Ver­bre­chen nach Art. I Abs.3 der Po­len-VO da­durch be­gan­gen zu ha­ben, dass sie am 10.6.1942 nach­mit­tags bei Ern­te­ar­bei­ten auf eine Auf­for­de­rung der land­wirt­schaft­li­chen Ar­bei­te­rin The­re­se Weiss schnel­ler zu ar­bei­ten, die­ser mit ei­nem Re­chen ei­nen so hef­ti­gen Schlag auf den Un­ter­arm ver­setz­te, dass ein Re­chen­zahn ab­brach und sich die Weiß in ärzt­li­che Be­hand­lung be­ge­ben muss­te“.
In der ge­nann­ten Po­len-VO heißt es im Art. I : „(3) Sie wer­den mit dem Tode, in min­der schwe­ren Fäl­len mit Frei­heits­stra­fe be­straft, wenn sie durch ge­häs­si­ge oder het­ze­ri­sche Be­tä­ti­gung eine deutsch­feind­li­che Ge­sin­nung be­kun­den, ins­be­son­de­re deutsch­feind­li­che Äu­ße­run­gen ma­chen oder öf­fent­li­che An­schlä­ge deut­scher Be­hör­den oder Dienst­stel­len ab­rei­ßen oder be­schä­di­gen, oder wenn sie durch ihr sons­ti­ges Ver­hal­ten das An­se­hen oder das Wohl des Deut­schen Rei­ches oder des deut­schen Vol­kes her­ab­set­zen oder schä­di­gen“.

In öf­fent­li­cher Sit­zung un­ter dem Vor­sitz von Land­ge­richts­di­rek­tor Dei­sen­ho­fer und den Bei­sit­zern Land­ge­richts­rä­te Zol­ler und Dr. Tra­bert so­wie dem Staats­an­walt Amts­ge­richts­rat Thur­may­er er­ging das Ur­teil:
Kliszc­zyns­ka Na­ta­lia, Po­lin, geb. am 15. April 1915 in Os­mo­lin, Ge­mein­de Zdunska-Wola, LKr. Si­eradz (Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment) le­dig, Land­ar­bei­te­rin in Burg­kir­chen, z.Zt. in Un­ter­su­chungs­haft wird we­gen Her­ab­set­zung des An­se­hens des deut­schen Vol­kes in Ver­bin­dung mit ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung zu vier Jah­ren ver­schärf­tes Straf­la­ger so­wie zur Tra­gung der Kos­ten ver­ur­teilt.
Das Ge­richt stell­te fest, „dass die An­ge­klag­te die Weiß mit­tels ei­nes ge­fähr­li­chen Werk­zeugs vor­sätz­lich kör­per­lich miß­han­delt hat“. (§§ 223, 223a StGB) Von Not­wehr (§53StGB) kön­ne kei­ne Rede sein. Die deut­sche Dienst­magd The­re­se Weiß sei be­rech­tigt ge­we­sen, der An­ge­klag­ten eine Zu­recht­wei­sung zu er­tei­len. Kliszc­zyns­ka habe ihre „Ge­hor­sams­pflicht gröb­lich ver­letzt“: „Sie hat die deut­sche Dienst­magd in Ge­gen­wart zwei­er Ukrai­ne­rin­nen be­schimpft und kör­per­lich miß­han­delt, ohne dass ihr ein Recht­fer­ti­gungs­grund zur Sei­te stand. Die An­ge­klag­te hat da­her durch ihr Ver­hal­ten das An­se­hen und das Wohl des deut­schen Vol­kes her­ab­ge­setzt und ge­schä­digt. ( Ziff. I Abs. 3 der Po­len­straf­rechts-VO) …… Die An­ge­klag­te hat sich so­mit ei­nes Ver­bre­chens der Her­ab­set­zung des deut­schen Vol­kes in Tat­ein­heit mit ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung schul­dig ge­macht und war de­men­spre­chend zu be­stra­fen“.
Von Vor­sätz­lich­keit konn­te bei der Ak­ti­on von Na­ta­lia kei­ne Rede sein. Die Ver­let­zung er­folg­te ein­deu­tig im Af­fekt. Das Son­der­ge­richt sti­li­sier­te die Ver­let­zung ei­ner deut­schen Staats­bür­ge­rin durch eine Po­lin zu ei­nem ge­ne­rel­len An­griff auf die Staats­rai­son. Mit die­sem Akt sei eine „Her­ab­set­zung und Schä­di­gung des An­se­hens und Wohls des deut­schen Vol­kes“ er­folgt. Da­mit konn­te das Son­der­ge­richt dank der Po­len-Straf­rechts­ver­ord­nung ein Ex­em­pel sta­tu­ie­ren; gleich­zei­tig war der Will­kür in der Recht­spre­chung Tür und Tor ge­öff­net.

Ver­brin­gung in die Frau­en­straf­an­stalt Aich­ach

Weil sich Na­ta­lia im 7.Monat der Schwan­ger­schaft be­fand, wur­de sie mit­tels Ein­zel­trans­ports am 20. Ok­to­ber von Mün­chen-Sta­del­heim in die Frau­en­straf- und Ver­wah­rungs­an­stalt Aich­ach ver­bracht. Der Ge­fäng­nis­arzt Dr. Gru­ber von Mün­chen-Sta­del­heim hat­te am 16.Oktober nach­drück­lich dar­um ge­be­ten, eine „Über­stel­lung in das Frau­en­straf­ge­fäng­nis Aich­ach ver­an­las­sen zu wol­len, da die hie­si­ge Kran­ken­ab­tei­lung für Ent­bin­dun­gen nicht ein­ge­rich­tet ist“.
Die Staats­an­walt­schaft in­sis­tier­te al­ler­dings dar­auf, dass die Ge­fan­ge­ne „nach der Ent­bin­dung wie­der in das Straf­ge­fäng­nis Mün­chen Sta­del­heim zu­rück zu ver­schie­ben und die Straf­voll­zugs­pa­pie­re dort­hin zu über­sen­den“ sei­en.
Bei der Ana­mne­se in Aich­ach wur­de aus­drück­lich fest­ge­hal­ten, dass Na­ta­lia „nicht zu schwe­ren Ar­bei­ten her­an­zu­zie­hen“ sei. Ihre Haupt­be­schäf­ti­gung be­stand des­halb im Stri­cken. Die Schwan­ger­schaft be­wahr­te sie aber nicht da­vor, dass sie am 3. No­vem­ber 1942 für „2 Tage auf Was­ser und Brot“ ge­setzt wur­de, weil sie das Zel­len­fens­ter nicht ab­ge­dun­kelt hat­te.

Ent­bin­dung

Am 27.12. 1942 ent­bin­det Na­ta­lia in Aich­ach eine Toch­ter, die sie Eri­ka nennt. Weil sie kei­nen An­ge­hö­ri­gen be­nen­nen kann, soll das Kind auf ei­nen Pfle­ge­platz ver­bracht werden46. Der Va­ter des Kin­des ist Franz Ksia­zek, geb. am 19.1.1900 in Uscis­zowice, der in Alt­öt­ting als Zwangs­ar­bei­ter in ei­ner Fa­brik vom 7.12.1941 bis zum 1.1.1944 nach­weis­bar ist und in der Mühldorferstr.24 un­ter­ge­bracht war.

Tod des Kin­des

Kurz nach der Ge­burt von Eri­ka ver­än­dert sich de­ren Ge­sund­heits­zu­stand ra­pi­de. Eri­ka wird am 5. Ja­nu­ar 1943 in die Kin­der­kli­nik in Augs­burg-Ober­hau­sen ver­bracht.
Nur zwei Tage spä­ter teilt die Städ­ti­sche Kin­der­kli­nik der Ver­wal­tung der Frau­en­haft­an­stalt Aich­ach mit, „dass das von ih­nen am 5.1.43 ein­ge­lie­fer­te Kind Klics­ze­zyns­ka Eri­ka, geb. 27.12.42 am 7.1.43 früh 0 Uhr 55 ver­schie­den ist. Die Be­er­di­gung fin­det am Sams­tag, den 9.1.vormittags am Augs­bur­ger Nord­fried­hof statt. i.A. Ebers­ber­ger“.
Nie­mand macht sich die Mühe, die Ur­sa­chen für den frü­hen Kinds­tod zu be­nen­nen, ge­schwei­ge denn, eine Un­ter­su­chung ein­zu­lei­ten oder die Mut­ter des Kin­des über die To­des­ur­sa­che auf­zu­klä­ren. Auch an der Be­er­di­gung darf sie nicht teil­neh­men.

De­por­ta­ti­on von Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka nach Ausch­witz

Am 18. Sep­tem­ber 1942 ge­lang­ten Reichs­jus­tiz­mi­nis­ter Otto Thierack mit dem Reichs­füh­rer SS, Hein­rich Himm­ler zu fol­gen­der Ver­ein­ba­rung: „Aus­lie­fe­rung aso­zia­ler Ele­men­te aus dem Straf­voll­zug an den Reichs­füh­rer SS zur Ver­nich­tung durch Ar­beit. Es wer­den rest­los aus­ge­lie­fert die Si­che­rungs­ver­wahr­ten, Ju­den, Zi­geu­ner, Rus­sen und Ukrai­ner, Po­len über 3 Jah­re Stra­fe, Tsche­chen oder Deut­sche über 8 Jah­re Stra­fe nach Ent­schei­dung des Reichs­jus­tiz­mi­nis­ters…“
Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka war von der Ver­ein­ba­rung be­trof­fen, sie war vom Son­der­ge­richt zu vier Jah­ren ver­schärf­tem Straf­la­ger ver­ur­teilt wor­den. Am 11. Fe­bru­ar wur­de ihr er­öff­net, dass sie „über­stellt“ wer­de. Wo­hin, war im Schrei­ben of­fen­ge­las­sen. Sie muß­te aber schrift­lich be­stä­ti­gen, dass sie wäh­rend ih­rer Ver­wah­rung in Aich­ach kei­nen Un­fall er­lit­ten habe51. In un­er­bitt­li­cher Kon­se­quenz wur­de Na­ta­lia am 13. Fe­bru­ar „der Po­li­zei aus­ge­lie­fert“. Im Schrei­ben hieß es: „Die Straf­un­ter­bre­chung wur­de vom Reichs­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um an­ge­ord­net.“
Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka be­fand sich auf dem 4. von ins­ge­samt 7 nach­weis­ba­ren Trans­por­ten mit min­des­tens 38 wei­te­ren Frau­en aus der Si­che­rungs­ver­wah­rung am 13. Fe­bru­ar ins KZ Auschwitz53. Ins­ge­samt wur­den 362 Frau­en aus Aich­ach nach Ausch­witz de­por­tiert. Von den 199 na­ment­lich be­kann­ten Frau­en über­leb­ten le­dig­lich zwei, Fran­zis­ka Ad­ler und He­le­ne Schuh­mann.

Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka ver­stirbt in Ausch­witz am 13. März 1943, an­geb­lich an Nie­ren­ent­zün­dung.

Na­ta­lia Kliszcyns­ka wur­de Op­fer ei­nes von der so­zi­al­dar­wi­nis­ti­schen Ideo­lo­gie ge­präg­ten Ter­ror­sys­tems, in wel­chem für Per­so­nen, die sich nicht in die Volks­ge­mein­schaft ein­füg­ten (So­zi­al­hil­fe­emp­fän­ger, Ob­dach­lo­se, Klein­kri­mi­nel­le, geis­tig und kör­per­lich be­ein­träch­tig­te Per­so­nen, Sin­ti und Roma, Ho­mo­se­xu­el­le, po­li­tisch und re­li­gi­ös An­ders­den­ken­de) so­wie für ver­meint­lich „min­der­wer­ti­ge“ Völ­ker kein Platz war, al­len­falls als Skla­ven­ar­bei­ter auf der un­ters­ten Stu­fe der Hier­ar­chie. Wenn bis Sep­tem­ber 1942 die Ar­beits­fä­hig­keit noch zum obers­ten Prin­zip des Über­le­bens die­ser Grup­pen sti­li­siert wur­de, galt ab der Himm­ler-Thierack-Ver­ein­ba­rung vom 18. Sep­tem­ber 1942 für die­se aus­ge­grenz­ten und stig­ma­ti­sier­ten Grup­pen das Prin­zip der Ver­nich­tung durch Ar­beit für alle straf­fäl­lig ge­wor­de­nen Per­so­nen.
Das Bei­spiel der Na­ta­lia Kli­sc­zyns­ka zeigt ein­dring­lich die Ziel­stre­big­keit, mit der die NS-Dik­ta­tur Men­schen der Ver­nich­tung zu­führ­te.

Quel­len und Li­te­ra­tur­ver­zeich­nis

Un­ver­öf­fent­lich­te Quel­len:

StA M, Jus­tiz­voll­zug­an­stal­ten 5664 und 3158
StA M, Staats­an­walt­schaf­ten 10924
Arol­sen Ar­chi­ves, ID 69787256 und 69787256 Na­ta­lia Kli­sc­zyns­ka und ID 69790445 und ID 70127668 Fr­an­ti­sek Ksi­asek
Li­te­ra­tur: Mi­cha­el Al­ber­ti, Die Ver­fol­gung und Ver­nich­tung der Ju­den im Reichs­gau Wart­hel­and 1939–1945, Wies­ba­den 2006
Franz Jo­sef Merkl, An den Rän­dern der „Volks­ge­mein­schaft“- Frau­en-schick­sa­le in der Straf­an­stalt Aich­ach von 1933–1945, aus: Alt­bay­ern in Schwa­ben 2018, S. 101–164
Wer­ner Röhr, Reichs­gau Wart­hel­and 1939–1945. Vom „Ex­er­zier­platz des prak­ti­schen Na­tio­nal­so­zia­lis­mus“ zum „Mus­ter­gau“, Ber­lin 2012
Un­ab­hän­gi­ge His­to­ri­ker­kom­mis­si­on zur Ge­schich­te des Reichs­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums 1933–1945: Kars­ten Lin­ne, Zwangs­ar­beit und Zwangs­ar­bei­ter im Warthe­gau und im Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment 1939–1944. Working Pa­per Se­ries A, Nr. 13
Ger­hard Wolf, Ideo­lo­gie und Herr­schafts­ra­tio­na­li­tät. Ger­ma­ni­sie­rungs­po­li­tik in Po­len, Ham­burg 2012

© Dr. Bern­hard Leh­mann, Ge­gen Ver­ges­sen-Für De­mo­kra­tie, RAG Augs­burg-Schwa­ben

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Aus­zug aus dem Schau­spiel „Ge­sän­ge vom Über­le­ben“ Au­torin: Tine Ra­hel Völcker

Das Schick­sal von Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka wur­de in dem von der Au­torin Tine Ra­hel Völcker für das Augs­bur­ger Staats­thea­ter ver­fass­te Stück „Ge­sän­ge vom Über­le­ben“ li­te­ra­risch ver­ar­bei­tet. Das im Som­mer 2025 ur­auf­ge­führ­te Schau­spiel be­fasst sich mit den Schick­sa­len von Zwangs­ar­bei­tern und Zwangs­ar­bei­te­rin­nen, de­ren Schick­sal sich in Augs­burg und Um­ge­bung ab­ge­spielt hat. Im Fol­gen­den ein Aus­zug aus dem Stück (Stand 2025-04-04), das sich mit Na­ta­lia Kliszc­zyns­ka be­fasst:
Aus­zug aus dem Schau­spiel „Ge­sän­ge vom Über­le­ben“ von der Au­torin Tine Ra­hel Völcker