
Viele Grausamkeiten haben die Barbaren bis zu ihrem Ende begangen, die Summe des von ihnen verschuldeten menschlichen Leids ist beispiellos und durch nichts gutzumachen, aber nun ist ihre Herrschaft zu Ende und die Welt muss daran arbeiten, sich eine bessere Zukunft zu schaffen.
Vera Michelin-Salomon

Interview
Die Enkelin Jamila Ly erzählt im Jugendzentrum Aichach aus dem Leben ihrer Großmutter Johanna Vogl

Audio
Die Worte Vera Michelin-Salomons eingesprochen
von Schülerinnen

Podcast
Eine Frau mit Haltung: Die Liebesbeziehung der Anna Scharf mit einem französischen Kriegsgefangenen
und
Zwischen
Verdrängung
Erinnerung.
Zwischen
Verdrängung
und
Erinnerung.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, ist der erste Artikel unseres Grundgesetztes und ist nach der Zeit des Nationalsozialismus und seiner Menschheitsverbrechen als Grundlage unserer Demokratie formuliert worden.
Mit dieser Webseite sollen die Frauen gewürdigt werden, die zwischen 1933 und 1945 in der Frauenstrafanstalt Aichach einsaßen. Die meisten waren Opfer der rassistischen und sozialrassistischen Gesetzgebung der Nazis und viele von ihnen überlebten die Haft bzw. die Deportation nicht.
Die Webseite geht anhand zahlreicher Biografien der Frage nach, wie die Frauen zu Opfern wurden, wer sie zu Opfern gemacht hat und – dies steckt noch in den Anfängen – wer die Täter waren.
Welche Mechanismen führten dazu, dass die Würde des Menschen, und das meint aller Menschen, antastbar wurde?
Nur das Lernen aus der Geschichte, besonders auch aus den konkreten Umständen und Schicksalen, ermöglicht es, dass der Artikel 1 des Grundgetztes bewahrt und geachtet wird.
Jacoba Zapf für das Frauenforum Aichach-Friedberg e.V.
Schicksale
Die Schicksale der in der Aichacher Frauenstrafanstalt zwischen 1933 und 1945 einsitzenden Frauen

Walburga Weber
Walburga Weber war Mutter zweier Töchter und lebte in einfachen Münchner Verhältnissen. Wegen kleiner Diebstähle wurde sie wiederholt inhaftiert. 1943 wurde sie aus dem Frauengefängnis Aichach nach Auschwitz deportiert, wo sie wenige Wochen später starb. Ihr Schicksal stand lange für eine vergessene Opfergruppe.
Walburga Weber
Walburga Weber war Mutter zweier Töchter und lebte in einfachen Münchner Verhältnissen. Wegen kleiner Diebstähle wurde sie wiederholt inhaftiert. 1943 wurde sie aus dem Frauengefängnis Aichach nach Auschwitz deportiert, wo sie wenige Wochen später starb. Ihr Schicksal stand lange für eine vergessene Opfergruppe.
Selma Graf
Dr. Selma Graf stammte aus einer jüdischen Nürnberger Familie und wirkte in Bamberg als Frauen- und Kinderärztin. Bekannt für ihre Hilfe für Arme, geriet sie unter den Nationalsozialisten ins Visier. 1939 wurde sie zu Zuchthaus verurteilt, später nach Auschwitz deportiert und dort 1942 ermordet. Heute erinnern ein Stolperstein und eine Pflegeschule an sie.

Selma Graf
Dr. Selma Graf stammte aus einer jüdischen Nürnberger Familie und wirkte in Bamberg als Frauen- und Kinderärztin. Bekannt für ihre Hilfe für Arme, geriet sie unter den Nationalsozialisten ins Visier. 1939 wurde sie zu Zuchthaus verurteilt, später nach Auschwitz deportiert und dort 1942 ermordet. Heute erinnern ein Stolperstein und eine Pflegeschule an sie.

Johanna Vogl
Johanna Vogl war eine österreichische Widerstandskämpferin, die sich schon als junge Frau mutig gegen Faschismus und das NS-Regime stellte. Dafür wurde sie verhaftet, misshandelt und mehr als fünf Jahre im Zuchthaus Aichach und im Konzentrationslager Ravensbrück gefangen gehalten. Ihre Lebensgeschichte steht für Haltung, Mut und die Verantwortung, auch heute entschieden für Frieden und Menschlichkeit einzutreten.
Johanna Vogl
Johanna Vogl war eine österreichische Widerstandskämpferin, die sich schon als junge Frau mutig gegen Faschismus und das NS-Regime stellte. Dafür wurde sie verhaftet, misshandelt und mehr als fünf Jahre im Zuchthaus Aichach und im Konzentrationslager Ravensbrück gefangen gehalten. Ihre Lebensgeschichte steht für Haltung, Mut und die Verantwortung, auch heute entschieden für Frieden und Menschlichkeit einzutreten.
Margarete Friedrich
Margarete Friedrich war eine junge Witwe aus Warmensteinach, die im Krieg allein für ihre zwei Töchter sorgen musste. 1942 wurde sie wegen „verbotenen Umgangs“ mit einem Kriegsgefangenen zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurteilt und nach Aichach gebracht. Jahrzehntelang blieb ihre Geschichte ein blinder Fleck in der Familie. Erst erhaltene Gerichts- und Gefängnisakten machten ihr Schicksal wieder sichtbar.

Margarete Friedrich
Margarete Friedrich war eine junge Witwe aus Warmensteinach, die im Krieg allein für ihre zwei Töchter sorgen musste. 1942 wurde sie wegen „verbotenen Umgangs“ mit einem Kriegsgefangenen zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurteilt und nach Aichach gebracht. Jahrzehntelang blieb ihre Geschichte ein blinder Fleck in der Familie. Erst erhaltene Gerichts- und Gefängnisakten machten ihr Schicksal wieder sichtbar.
Etwa 12.000 Frauen saßen von 1933 – 1945 in der Frauenstrafanstalt Aichach ein. Zahlreiche Schicksale finden sich – mehr oder weniger ausführlich – auf den folgenden Seiten. Sie sind in den Kategorien „Jüdische Gefangene“, „Sicherheitsverwahrte Frauen“, „Kleinkriminelle Delikte“, „Politische Gefangene“, „Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen“ und „Andere Haftgründe“ zu finden.
Ich werde dich noch ins Zuchthaus bringen.
Josef W., HJ-Kreisjugendwart zu Karoline Hartl
Geschichte.
„Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.“
Gegenwart.
Das Mahnmal erinnert an die Frauen, die in der Strafanstalt Aichach und im Aichacher Krankenhaus Opfer nationalsozialistischen Unrechts wurden. Hunderte wurden ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre Schicksale sollen nicht vergessen sein.
und Zukunft?
„Was war, können wir nicht mehr ändern, aber es darf nie wieder geschehen.“ Margot Friedländer
