Vie­le Grau­sam­kei­ten ha­ben die ­Bar­ba­ren bis zu ih­rem Ende be­gan­gen, die Sum­me des von ih­nen ver­schul­de­ten mensch­li­chen Leids ist bei­spiel­los und durch nichts gut­zu­ma­chen, aber nun ist ihre Herr­schaft zu Ende und die Welt muss dar­an ar­bei­ten, sich eine bes­se­re Zu­kunft zu schaf­fen.

Vera Mi­che­lin-Sa­lo­mon

und

Zwi­schen
Ver­drän­gung
Er­in­ne­rung.

Zwi­schen
Ver­drän­gung
und
Er­in­ne­rung.

„Die Wür­de des Men­schen ist un­an­tast­bar“, ist der ers­te Ar­ti­kel un­se­res Grund­ge­setz­tes und ist nach der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und sei­ner Mensch­heits­ver­bre­chen als Grund­la­ge un­se­rer De­mo­kra­tie for­mu­liert wor­den.

Mit die­ser Web­sei­te sol­len die Frau­en ge­wür­digt wer­den, die zwi­schen 1933 und 1945 in der Frau­en­straf­an­stalt Aich­ach ein­sa­ßen. Die meis­ten wa­ren Op­fer der ras­sis­ti­schen und so­zi­al­ras­sis­ti­schen Ge­setz­ge­bung der Na­zis und vie­le von ih­nen über­leb­ten die Haft bzw. die De­por­ta­ti­on nicht.

Die Web­sei­te geht an­hand zahl­rei­cher Bio­gra­fien der Fra­ge nach, wie die Frau­en zu Op­fern wur­den, wer sie zu Op­fern ge­macht hat und – dies steckt noch in den An­fän­gen – wer die Tä­ter wa­ren.

Wel­che Me­cha­nis­men führ­ten dazu, dass die Wür­de des Men­schen, und das meint al­ler Men­schen, an­tast­bar wur­de?

Nur das Ler­nen aus der Ge­schich­te, be­son­ders auch aus den kon­kre­ten Um­stän­den und Schick­sa­len, er­mög­licht es, dass der Ar­ti­kel 1 des Grund­getz­tes be­wahrt und ge­ach­tet wird.

Ja­co­ba Zapf für das Frau­en­fo­rum Aich­ach-Fried­berg e.V.

Schick­sa­le

Die Schick­sa­le der in der Aich­acher Frau­en­straf­an­stalt zwi­schen 1933 und 1945 ein­sit­zen­den Frau­en

Wal­bur­ga We­ber

Wal­bur­ga We­ber war Mut­ter zwei­er Töch­ter und leb­te in ein­fa­chen Münch­ner Ver­hält­nis­sen. We­gen klei­ner Dieb­stäh­le wur­de sie wie­der­holt in­haf­tiert. 1943 wur­de sie aus dem Frau­en­ge­fäng­nis Aich­ach nach Ausch­witz de­por­tiert, wo sie we­ni­ge Wo­chen spä­ter starb. Ihr Schick­sal stand lan­ge für eine ver­ges­se­ne Op­fer­grup­pe.

Wal­bur­ga We­ber

Wal­bur­ga We­ber war Mut­ter zwei­er Töch­ter und leb­te in ein­fa­chen Münch­ner Ver­hält­nis­sen. We­gen klei­ner Dieb­stäh­le wur­de sie wie­der­holt in­haf­tiert. 1943 wur­de sie aus dem Frau­en­ge­fäng­nis Aich­ach nach Ausch­witz de­por­tiert, wo sie we­ni­ge Wo­chen spä­ter starb. Ihr Schick­sal stand lan­ge für eine ver­ges­se­ne Op­fer­grup­pe.

Sel­ma Graf

Dr. Sel­ma Graf stamm­te aus ei­ner jü­di­schen Nürn­ber­ger Fa­mi­lie und wirk­te in Bam­berg als Frau­en- und Kin­der­ärz­tin. Be­kannt für ihre Hil­fe für Arme, ge­riet sie un­ter den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ins Vi­sier. 1939 wur­de sie zu Zucht­haus ver­ur­teilt, spä­ter nach Ausch­witz de­por­tiert und dort 1942 er­mor­det. Heu­te er­in­nern ein Stol­per­stein und eine Pfle­ge­schu­le an sie.

Sel­ma Graf

Dr. Sel­ma Graf stamm­te aus ei­ner jü­di­schen Nürn­ber­ger Fa­mi­lie und wirk­te in Bam­berg als Frau­en- und Kin­der­ärz­tin. Be­kannt für ihre Hil­fe für Arme, ge­riet sie un­ter den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ins Vi­sier. 1939 wur­de sie zu Zucht­haus ver­ur­teilt, spä­ter nach Ausch­witz de­por­tiert und dort 1942 er­mor­det. Heu­te er­in­nern ein Stol­per­stein und eine Pfle­ge­schu­le an sie.

Jo­han­na Vogl

Jo­han­na Vogl war eine ös­ter­rei­chi­sche Wi­der­stands­kämp­fe­rin, die sich schon als jun­ge Frau mu­tig ge­gen Fa­schis­mus und das NS-Re­gime stell­te. Da­für wur­de sie ver­haf­tet, miss­han­delt und mehr als fünf Jah­re im Zucht­haus Aich­ach und im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ra­vens­brück ge­fan­gen ge­hal­ten. Ihre Le­bens­ge­schich­te steht für Hal­tung, Mut und die Ver­ant­wor­tung, auch heu­te ent­schie­den für Frie­den und Mensch­lich­keit ein­zu­tre­ten.

Jo­han­na Vogl

Jo­han­na Vogl war eine ös­ter­rei­chi­sche Wi­der­stands­kämp­fe­rin, die sich schon als jun­ge Frau mu­tig ge­gen Fa­schis­mus und das NS-Re­gime stell­te. Da­für wur­de sie ver­haf­tet, miss­han­delt und mehr als fünf Jah­re im Zucht­haus Aich­ach und im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ra­vens­brück ge­fan­gen ge­hal­ten. Ihre Le­bens­ge­schich­te steht für Hal­tung, Mut und die Ver­ant­wor­tung, auch heu­te ent­schie­den für Frie­den und Mensch­lich­keit ein­zu­tre­ten.

Mar­ga­re­te Fried­rich

Mar­ga­re­te Fried­rich war eine jun­ge Wit­we aus War­men­stein­ach, die im Krieg al­lein für ihre zwei Töch­ter sor­gen muss­te. 1942 wur­de sie we­gen „ver­bo­te­nen Um­gangs“ mit ei­nem Kriegs­ge­fan­ge­nen zu an­dert­halb Jah­ren Zucht­haus ver­ur­teilt und nach Aich­ach ge­bracht. Jahr­zehn­te­lang blieb ihre Ge­schich­te ein blin­der Fleck in der Fa­mi­lie. Erst er­hal­te­ne Ge­richts- und Ge­fäng­nis­ak­ten mach­ten ihr Schick­sal wie­der sicht­bar.

Mar­ga­re­te Fried­rich

Mar­ga­re­te Fried­rich war eine jun­ge Wit­we aus War­men­stein­ach, die im Krieg al­lein für ihre zwei Töch­ter sor­gen muss­te. 1942 wur­de sie we­gen „ver­bo­te­nen Um­gangs“ mit ei­nem Kriegs­ge­fan­ge­nen zu an­dert­halb Jah­ren Zucht­haus ver­ur­teilt und nach Aich­ach ge­bracht. Jahr­zehn­te­lang blieb ihre Ge­schich­te ein blin­der Fleck in der Fa­mi­lie. Erst er­hal­te­ne Ge­richts- und Ge­fäng­nis­ak­ten mach­ten ihr Schick­sal wie­der sicht­bar.

Etwa 12.000 Frau­en sa­ßen von 1933 – 1945 in der Frau­en­straf­an­stalt Aich­ach ein. Zahl­rei­che Schick­sa­le fin­den sich – mehr oder we­ni­ger aus­führ­lich – auf den fol­gen­den Sei­ten. Sie sind in den Ka­te­go­rien „Jü­di­sche Ge­fan­ge­ne“, „Si­cher­heits­ver­wahr­te Frau­en“, „Klein­kri­mi­nel­le De­lik­te“, „Po­li­ti­sche Ge­fan­ge­ne“, „Ver­bo­te­ner Um­gang mit Kriegs­ge­fan­ge­nen“ und „An­de­re Haft­grün­de“ zu fin­den.

Ich wer­de dich noch ins Zucht­haus brin­gen.

Jo­sef W., HJ-Kreis­ju­gend­wart zu Ka­ro­li­ne Hartl

Ge­schich­te.

„Tho­se who can­not re­mem­ber the past are con­dem­ned to re­peat it.“

Ge­gen­wart.

Das Mahn­mal er­in­nert an die Frau­en, die in der Straf­an­stalt Aich­ach und im Aich­acher Kran­ken­haus Op­fer na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­rechts wur­den. Hun­der­te wur­den ins Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz de­por­tiert und dort er­mor­det. Ihre Schick­sa­le sol­len nicht ver­ges­sen sein.

und Zu­kunft?

„Was war, kön­nen wir nicht mehr än­dern, aber es darf nie wie­der ge­sche­hen.“ Mar­got Fried­län­der

In­for­ma­tio­nen